Die Baufinanzierung ist die beste Möglichkeit, um an die eigenen vier Wände zu gelangen. Es gibt zahlreiche Anbieter auf dem Markt, deren Angebote jedoch genau geprüft werden sollten. Denn die Bedingungen für Baugeld sind je nach Offerte sehr unterschiedlich. Entscheidend sind vor allem die Zinsen als auch die Zinsbindung. Wir haben das Thema Baufinanzierung näher beleuchtet und teilen Ihnen in diesem Ratgeber mit, auf welche Dinge Sie achten sollten, um einen passenden Finanzdienstleister zu finden.

Die Definition der Baufinanzierung

Baufinanzierung

Baufinanzierung

Als Baufinanzierung bezeichnet man ein Darlehen, welches als Zweck den Bau oder Kauf einer Immobilie nach sich zieht. Daher nennt man sie auch Immobilienfinanzierung. Angeboten wird ein solches Darlehen von Banken, Bausparkassen, Landesförderinstitute, Versicherungsgesellschaften und Kreditanstalten. Eine Baufinanzierung setzt sich in der Regel aus einem Eigenkapital und einem Fremdkapital zusammen. Neben den typischen Angeboten gibt es bei manchen Arbeitgebern auch die Möglichkeit eines Mitarbeiterdarlehens.

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Vor dem Kontakt mit den Banken

Wer eine Baufinanzierung in Betracht zieht, sollte sich im Vorfeld eingehend mit dem Thema beschäftigen. Denn einfach zur Bank gehen und um Geld bitten ist in der Regel nicht möglich. Es empfiehlt sich, unterschiedliche Vergleiche und Online-Tests zur Rate zu ziehen, einen Online-Rechner zu bemühen und weitere Möglichkeiten zur Informationsfindung in Anspruch zu nehmen. Mit den jeweiligen Optionen befassen wir uns in den nächsten Abschnitten im Detail.

Eine Checkliste für den Ablauf

Plant man den Kauf einer Immobilie, empfiehlt sich die Aufstellung einer Checkliste. In dieser sind sämtliche Punkte eingetragen, die man beachten sollte, bevor man sich mit den Banken in Verbindung setzt. Eine knapp umrissene Checkliste im Überblick:

  • Wie hoch ist das Eigenkapital?
  • Welche Reserven muss ich einplanen?
  • Habe ich alle Informationen zum Objekt gesammelt?
  • Gibt es Optionen zur staatlichen Förderung?
  • Habe ich alle Möglichkeiten für Sicherheiten ausgeschöpft?

Ein hohes Eigenkapital trägt grundsätzlich zur Senkung der monatlichen Kosten bei, weswegen man hier sämtliche Ressourcen ausschöpfen sollte, die man nutzen kann. Bei den Reserven handelt es sich um Reparaturkosten, die am neuen Haus möglicherweise noch aufgewandt werden müssen. Zum Objekt ist eine detaillierte Kalkulation erforderlich, die sowohl den Bauplan als auch weitere Informationen beinhaltet. Je mehr Sie zur Immobilie besitzen, desto leichter lassen sich später auch die Unterlagen zusammenstellen.
Hier gelangen Sie auch zum Formular, um Ihre passenden Baufinanzierung zu finden. 

Die richtigen Unterlagen zusammenstellen

Um bei der Bank zu punkten und einen seriösen Eindruck zu hinterlassen, müssen die Unterlagen vollständig sein. Neben den Unterlagen, die Sie bei einem Architekten und dem Makler erhalten, müssen Einkommensnachweise der letzten drei Monate vorliegen, sowie eine Bescheinigung über das Eigenkapital. Die Unterlagen zum Objekt umfassen Fotos, einen Grundriss, Kaufvertrag, Baukostenberechnung und – bei Eigentumswohnungen – die Teilungserklärung. Des Weiteren wird von jeder Bank ein Grundbuchauszug und Lageplan eingefordert.

Vergleich bei der Stiftung Warentest einsehen

Die Stiftung Warentest erstellt regelmäßig unterschiedliche Tests zu Finanzierungsanlässen. Dazu gehört auch die Baufinanzierung. Der letzte Test wurde im Mai 2014 unternommen. Da die Zinsen im Augenblick relativ niedrig sind, war es interessant, die aktuellen Angebote zu prüfen. Der Test kann online eingesehen werden, gegen eine kleine Gebühr. Dazu gibt es entsprechende Ratschläge seitens der Stiftung. Wichtig ist, den Testsieger zwar zu prüfen, doch auch zu beachten, dass der Musterkunde womöglich nicht den eigenen Voraussetzungen entspricht.

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Zinssatz vergleichen

Es gibt derzeit viele Banken auf dem Markt, die förmlich mit Dumping-Angeboten locken. Zinssätze von 1,01 Prozent klingen hervorragend, doch sollte man hierbei auch die Zinsbindung über mehrere Jahre betrachten. Viele Banken beschränken diese Zeit auf fünf Jahre. Angebote über zehn Jahre oder länger sind lohnenswerter. Vor allem, wenn man den dann folgenden Zinssatz betrachtet. Der reguläre Zinssatz bei Baufinanzierungen beträgt etwa 2,5 Prozent. Nach Ablauf der Zinsbindung kann bei günstigen Angeboten der Zinssatz auf bis zu 5,7 Prozent ansteigen.

Online Rechner als Hilfe nutzen

Focus Money bietet Interessenten einen detaillierten Online-Rechner an, in dem die Nutzer nur ein paar Daten hinterlegen müssen und eine Berechnung erhalten, die Aufschluss darüber gibt, wie hoch die monatlichen Kosten für eine Baufinanzierung ausfallen. Dieser Rechner ist besonders empfehlenswert, sofern man bereits genau weiß, wie hoch der Preis für die Immobilie ausfällt und welchen Zinssatz die Bank für die Aufnahme des Kredits berechnet. Auf diesem Weg lässt sich eine realistische Einschätzung erzielen und somit mehr Sicherheit bei der Wahl erlangen.

Forum für Erfahrungsberichte nutzen

Das Internet ist eine große Community, in der vieles erzählt wird. Am nützlichsten sind dabei die Erfahrungsberichte von Verbrauchern, die bereits mit einem Finanzdienstleister zu tun hatten. Sie schreiben positive als auch negative Erfahrungen nieder und machen sie für die Öffentlichkeit zugänglich. In solchen Foren kann man sich auch darüber austauschen, wenn man auf der Suche nach einem geeigneten Finanzierungspartner ist, welche Vorteile er mitbringen soll und zu welchen Konditionen man ein Darlehen aufnehmen möchte.

Das Thema Sondertilgung

Eine Sondertilgung ist immer ein erfreulicher Anlass. Denn sofern die finanziellen Möglichkeiten bestehen, ist es dem Kreditnehmer überlassen, während der Laufzeit einen größeren Beitrag zu leisten, um den Kredit zu verringern. Allerdings sind nicht alle Banken offen für dieses Thema, weswegen es sich bei der Beratung lohnt, mal nachzufragen. Sondertilgungen sind häufig nur bis zu einem bestimmten Betrag, oder nach dem Ablauf einer vorgegebenen Laufzeit möglich. Daher sollte man sich im Vorfeld darüber informieren, ob der Kreditgeber dazu bereit ist und wenn ja, wann.

Kredit ablösen – Worauf muss man achten

Ähnliche Schwierigkeiten kommen auch auf, wenn man den Kredit früher ablösen möchte als es ursprünglich geplant war. Viele Institute verlangen in diesem Fall eine Vorfälligkeitsentschädigung, sofern sich der Kredit noch innerhalb der Phase befindet, in der eine Zinsfestschreibung besteht. Laut Gesetz liegt die Frist bei mindestens zehn Jahren, um möglichst entschädigungsfrei aus einer Baufinanzierung raus zu kommen. Häufig muss man in diesem Fall mit der Bank besprechen, wie man weiter verfährt und darauf hoffen, dass sie eine gewisse Kulanz walten lässt.

Förderung seitens des Staats – Wohn-Riester

Der Sinn und Zweck von Wohn-Riester ist es, eine attraktive Möglichkeit zur Altersvorsorge zu finden und gleichzeitig den Traum von einer Rente mit niedrigen Kosten zu verbinden. Wie hoch die staatliche Förderung ausfällt, hängt von der Höhe der monatlichen Prämien ab. Wer jährlich vier Prozent des Jahresbruttoeinkommens in einem Riester-Vertrag anlegt, erhält die volle Förderung. Maximal handelt es sich dabei jährlich um 2.100 Euro. Wer unter 25 Jahre alt ist, erhält noch einmal einen Bonus in Höhe von 200 Euro. Zudem verspricht diese Förderung steuerliche Vorteile.

Erleichterung der Auswahl – Nutzen Sie ein Beispiel

Mit Hilfe der hier genannten Medien ist es Ihnen ohne Schwierigkeiten möglich, ein Beispiel durchzurechnen und festzustellen, ob die richtigen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Baufinanzierung gegeben sind. Nutzen Sie hierzu unterschiedliche Beträge, die Sie für die Immobilie investieren möchten. Denn häufig werden hohe Kredite angeboten, die man später nicht mehr finanzieren kann. Bleiben Sie in jedem Fall realistisch bei der Einschätzung und nutzen Sie einen ausgewogenen Vertrag als Baufinanzierung, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Die Baufinanzierung muss richtig geplant werden

Wer eine Baufinanzierung in Betracht zieht, sollte sich vor dem direkten Kontakt mit den Banken klar darüber werden, was alles mit der Aufnahme eines solchen Kredits verbunden ist. Wer richtig plant, hat hinterher einige Euro gespart. Anbieter gibt es auf dem Markt viele. Daher gilt es, sich den besten rauszusuchen und bei diesem das Baugeld zu beantragen. Achten Sie auf die Zinsen und Zinsbindung. Denn auch wenn die Zinsen heutzutage sehr niedrig sind, können sie in fünf oder zehn Jahren den Wiederverkauf des Hauses herausfordern, wenn Sie nicht richtig planen.

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